Gesperbert

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Schwarz und Lichtblau leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile breiter als die hellen. Daher wirkt die Henne im Gesamtbild dunkler als der Hahn. Die Zeichnung ist nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet. Augenfarbe orangerot. Lauffarbe fleischfarbig mit dunklem Anflug, insbesondere bei der Henne.

Grobe Fehler:
Stark verschwommene Sperberung; fehlende Sperberung im Schwanz oder in den Schwingen; viel Weiss in den Sicheln; Rostton im Gefieder, besonders im Hals- und Sattelbehang sowie auf den Flügeldecken des Hahnes; starkes Schilf.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Auch der Kreis der Züchter dieses Farbenschlags ist klein und lässt sich derzeit an einer Hand abzählen. Auch bei den Gesperberten lassen sich alle wesentliche Rassemerkmale ständig durch das Einkreuzen wertvoller schwarzer Rheinländer ständig verbessern und festigen, weshalb sie in der Form und jetzt auch in den Kopfpunkten hohen Anforderungen entsprechen. Fehlende Substanz oder Walzenform müssen nicht mehr sein. Gleiches gilt auch für eine zu tiefe Stellung bei einem Teil der Hennen. Das Zeichnungsbild analog zu den Deutschen Sperbern, die natürlich auch eingekreuzt werden können (gleich ob Hahn oder Henne, da die Sperberung grundsätzlich dominant ist), muss sich deutlich von einer Streifung absetzen, sollte aber auch nicht zu grob werden. Der „goldene“ Mittelweg ist hier wie in vielen anderen Bereichen der richtige. Das Farbbild der Hähne erscheint mir noch etwas dunkel, wenngleich die erreichte Durchsperberung der Sicheln als großer Fortschritt einzuordern ist. Auf dem Weg zum perfekten klaren Sperberungsbild sollten wir bei den Hähnen die nach dem Standard  zulässige Lösung: „viel Weiß in den Sicheln“ ist ein grober Fehler, bis auf Weiteres akzeptieren bzw. tolerieren. Augen- und Lauffarbe entsprechen in der Regel den Vorgaben, eine ins Graugrüne abdriftende Augenfarbe ist fehlerhaft.