Silberhalsig

Hahn: Kopf weiss. Halsbehang silberweiss mit schwarz melierten Schaftstrichen. Sattelbehang silberweiß mit mehr oder weniger Schaftstrich Zeichnung. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiss. Flügeldecken grün glänzend schwarz. Handschwingen schwarz mit schmalen weißen Aussenrand. Armschwingen Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß, sodass das Flügeldreieck weiss erscheint. Brust, Bauch und Schenkel rein schwarz. Schwanz schwarz mit grün glänzenden Sicheln.

Henne
: Kopf silberweiss. Halsbehang silberweiss mit schwarzen Schaftstrichen. Mantelgefieder aschgrau mit feiner, schwarz Rieselung und weisser Nervzeichnung. Brust lachsfarbig. Bauch und Schenkel aschgrau. Schwanz schwarzgrau meliert. Augenfarbe mittel- bis dunkelbraun.

Grobe Fehler:
Hahn: starker gelber Anflug; durchstoßender Schaftstriche im Halsbehang; weisse Zeichnung auf Brust und Schenkel; rote oder braune Federn; Schilf.
Henne: fehlende oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang; zu helles oder zu bräunliches Mantelgefieder; zu blasse Brustfarbe; Flitterbildung; fehlende Nervzeichnung; grobe, zusammengebalte oder bänderungsartige Rieselung auf den Flügeldecken; viel Rost; braunes Kopfgefieder.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Zunächst muss mit grosser Freude festgestellt werden, dass dieser jüngste Farbenschlag der Rheinländer wieder regelmäßig auf unseren Sonderschauen von engagierten Züchtern gezeigt wird. Obwohl die Vorfahren unserer Rheinländer nach den Aufzeichnungen von Dr.von Langen auch silberhalsige Eifeler waren, hat dieser jüngste Farbenschlag, den wir dem in Sachen „Rheinländerzucht“ unermüdlichen Adam Lutz aus Lampertheim verdanken, immer nur ein bescheidenes Dasein geführt und war über viele Jahre auf unseren Schauen nur selten vertreten. Inzwischen haben auch die Silberhalsigen einen festen, wenn auch nur kleinen Züchterkreis teils als zusätzlichen Farbenschlag. Auf der 9. Gemeinsamen Hauptsonderschau des SV der Züchter des Rheinländer-Huhnes und des SV der Züchter des Zwerg-Rheinländer-Huhnes in Unna Königsbronn 2000 zeigten 8 Aussteller 16,30 Silberhalsige in achtbarer Qualität. Obwohl die farblichen Belange durch das Einkreuzen von rebhuhnhalsigen Rheinländern relativ problemlos zu erzielen sind – Silber ist dominant über Gold (rebhuhnhalsig), gibt es bei der Form und Körperhaltung noch erhebliche Defizite. Die Hähne demonstrieren durchweg eine starke abfallende und damit untypische Körperhaltung in Verbindung mit fehlender Brusttiefe (zwangsläufig). Deutlich länger muss bei der Mehrzahl auch der Rücken werden. Den Hennen fehlt neben einer noch waagerechteren Körperhaltung vor allen Dingen die markante Körperfülle – Länge und Tiefe. Von wirklich wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Hennen in den vergangenen 2 – 3 Jahrzehnten (vorher wurden sie nur selten gezeigt) durchweg zu leicht bis viel zu leicht. Aus meiner Sicht könnte die Formverbesserung, wovon nach meiner festen Überzeugung auch der weitere Fortbestand abhängen wird, durch das Einkreuzen von markanten (falls vorhanden) Rebhuhnhalsigen erreicht werden. Die damit zunächst verbundenen farblichen Beeinträchtigungen mit einem leicht gelben Anflug bei den Hähnen im geforderten Silberweiss, etwas Rost auf den Decken bei den Hennen in Verbindung mit einem leichten bräunlichen Gefieder über den Augen sind in jedem Fall zu rechtfertigen – zumal diese „Störungen“ in 2-3 Jahren nach eigenen Erfahrungen bei entsprechender Selektion überwunden werden können. Da die farblichen Vorgaben mit den Rebhuhnhalsigen bis auf den Unterschied (silber für gold) identisch sind, ergeben sich bei der notwendigen züchterischen Arbeit ansonsten die gleichen Ansätze.